Dieses Tagesseminar befasst sich mit den sozialen Phänomenen des Internets.

Killerspiele und Gewalt

In den Debatten um Gewalttaten, wie Amokläufe oder School Shootings, werden schnell sogenannte »Killerspiele« als Ursache ausgemacht. Im Vortrag wird einführend auf die Diskussion um sogenannte »Killerspiele« eingegangen. Anschließend gibt es eine Zusammenfassung zum gegenwärtigen Forschungsstand der Psychologie zum Thema Amokläufe/School Shootings und es wird aufgezeigt, wie komplex die Fragestellung nach Ursachen von Gewalttaten sind. Dabei wird auch dargestellt, dass diese Vorkommnisse wesentlich komplizierter sind, als sie in den Medien oder der Politik diskutiert werden. Im Vortrag geht es daher nicht um einfache Antworten, da diese bei solch einem Thema nicht gegeben werden können. Folgende Themen werden besprochen:

  • Amokläufe und Schoolshootings, eine statistische Übersicht sowie einige falsche Annahmen
  • der Begriff der sogenannten »Killerspiele« und dessen Anwendung
  • der aktuelle Forschungsstand in der Psychologie
  • die Schwierigkeiten bei der psychologischen Forschung
  • Multifaktorenmodelle als Grundlage für die Forschung
  • einige Tipps zur Prävention für Eltern und Lehrer sowie zur Stärkung der Resilienz

Videoaufzeichnngen

Bericht von meinem Workshop auf den Schulmedientagen Wolfsburg des Kultusministerium Niedersachsen 14.11.2012

»Killerspiele und Gewalt« auf den Datenspuren 2011 des Chaos Computer Club Dresden

»Killerspiele und Gewalt« als Videocast im Studio neu aufgenommen

Computerspiele - Mythen um eine digitales Medium

Mit dem Aufkommen jeder neuen Medienform gibt es gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Meist nimmt eine junge Generation bereitwillig neue Impulse auf, um sich gegen die Eltern abzugrenzen (Beatmusik, Hippies, Punk) und findet dabei auch neue mediale Formen des Ausdrucks, die mit den innovativen technischen Möglichkeiten wachsen. Computerspiele sind eine Form von Medium, die erst wenige Dekaden alt ist und den Weg von Automaten aus öffentlichen Spielhallen hinein in die Wohnzimmer der Welt gefunden hat. Hier konsumieren mittlerweile viele Millionen Nutzer die interaktiven Unterhaltungsprogramme aus unterschiedlichsten Genres mit einer breiten Themenvielfalt.

Ein zentrales Thema in diesem neuen Teil der Medienwelt ist die Darstellung von Gewalt. Besorgte Eltern nehmen eine Vielzahl von Medienberichten, die mögliche Verbindungen zwischen inszenierter virtueller Gewalt und realer Gewalt nahelegen, zum Anlass kritisch das Hobby ihrer Kinder zu betrachten, von welchem sie in vielen Fällen wenig bis gar nichts wissen. Dabei wird die Diskussion leider nicht immer konstruktiv und sachlich anhand von Fakten und Erkenntnissen geführt sondern auf Basis von medial inszenierten Stereotypen, tendenziöser Berichterstattung und all zu oft mangelhafter Sachkenntnis. Dadurch haben sich einige populäre Mythen über Computerspiele verbreitet, die im Vortrag aufgegriffen werden. Ebenso geht es um Fragen des Jugendschutzes und die generellen Auseinandersetzungen, die die Gesellschaft im Zusammenhang mit neuen Medien immer wieder beschäftigen.

Soziale Netze und Gesellschaft

Soziale Netze wie Facebook und Co. sind Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Wir stellen daher vor, wie die Jugendlichen diese Netzwerke nutzen und welche Probleme dabei auch im Umgang zwischen Mitschülern, Lehrern bzw. in der Schule auftreten können.

Cybermobbing

Ein besonderes Phänomen der sozialen Netze ist das sogenannte Cybermobbing. Wir stellen Cybermobbing als neues Phänomen vor und versuchen es vom »normalen« Mobbing abzugrenzen. Dazu stellen wir wissenschaftliche Hintergründe und Untersuchungen vor. Desweiteren stellen wir Material für Lehrer vor, die sich mit Cybermobbing konfrontiert sehen bzw. die vorbeugen möchten.

Dazu setzen wir \emph{Schluss mit Cybermobbing!} von Stephanie Pieschl und Torsten Porsch, erschienen im Beltz-Verlag, ein.

Sexualität, Pornographie und Internet

Auch der Umgang mit Sexualität gehört zu den Entwicklungsaufgaben der Jugendlichen. Gerade die Verfügbarkeit von Pornographie im Internet hat die Diskussion zu jugendlicher Sexualität befeuert. Auch hierzu werden wir versuchen Mythos und Realität zu trennen und stellen dazu wissenschaftliche Untersuchungen und Material für Lehrer vor.

Desweiteren zeigen wir auch ob Zensur hilfreich ist und ob diese überhaupt technisch im Internet umgesetzt werden kann.

Zielgruppe

Lehrer an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, speziell Sozialkunde und Ethik.

Für Grundschulen kann eine angepasste Schulung erstellt werden.

Workshops mit SuS sind möglich ab der 8. Klasse.

Eine Literaturliste mit Material wird bereitgestellt.

Zum Seminar ist Begleitmaterial verfügbar.

Alle bisherigen Seminare wurden über die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Lehrerfortbildung angeboten und sind vom Kultusministerium anerkannt.